Die SG E-Gitarre – Infos, Historisches und Hersteller

Welche E-Gitarre spielt eigentlich Angus Young von AC/DC? Oder Carlos Santana? Richtig, wir stellen euch die SG E-Gitarren vor. Die Liste der Gitarristen, die eine SG spielen, ist lang. Und das mit gutem Grund. Ist die SG doch eine der populärsten aber auch ältesten E-Gitarren-Formen, die es gibt. Die SG ist wegen ihrer guten Bespielbarkeit, dem geringeren Gewicht und dem druckvollen Sound beliebt und begehrt.

Die Geburt der SG E-Gitarre als Neuauflage der „Les Paul“

Der amerikanische Hersteller Gibson hatte in den 1950er Jahren mit der Gibson Les Paul eine der ikonischsten E-Gitarren aller Zeiten geschaffen. Allerdings hielten sich die Verkäufe in Grenzen und so wurde die Les Paul 1961 durch die SG abgelöst. Diese hieß zu Beginn auch noch „Les Paul“. Zu Ende der 1950er Jahre hatte Gibson zudem die unter Metal-Gitarristen beliebten Formen Gibson Explorer und Gibson Flying V entwickelt. Mit den gleichen Kostruktionsmerkmalen bestückt, sollte die SG anfänglich der Nachfolger der Les Pauls werden.

Der ursprüngliche Mitgründer Lester William Polsfuss (Les Paul) stand jedoch überhaupt nicht zu dem Modell, das als Ablöser dienen sollte. So empfand er die Hörner der Gitarre als zu spitz, den Hals zu dünn und dass der Pick Up-Wahlschalter (der sg. „Toggle“) nach hinten zu den Potis versetzt worden war gefiel Ihm auch nicht. So distanzierte er sich 1962 von der SG E-Gitarre und sie erhielt den Namen „SG“, was einfach nur für „Solid Guitar“ stand.

Der Unterschied zwischen der Gibson SG E-Gitarre und der Les Paul

Der wohl eindeutigste Unterschied der beiden E-Gitarren ist das doppelte Cutaway der SG. Die Les Paul hatte nur ein Cutaway. Mit Cutaway bezeichnet man die Ausfräsung am Hals, die das Spiel in den sg. höheren Lagen vereinfacht. Bei der Les Paul war es auf Grund des dicken Korpus relativ schwer, die obersten Bünde zu erreichen. Bei der SG gelingt dies leichter.

Korpus und Hals sind bei beiden Gitarren aus Mahagoni. Der Hals und das Griffbrett aus Palisander. Die SG ist flacher und leichter im direkten Vergleich zur Les Paul. Die Tonabnehmer (sg. Humbucker-Bauform) lassen sich über jeweils einen Volume- und Tone-Regler anordnen. Es gibt aber auch Modelle, die mit sg. P-90 Pickups (Singlecoils) versehen sind, wobei andere Modelle wie die Gibson SG Custom auch 3 Humbucker haben. Heute sind Gibson SG’s meist mit den typischen 490R Humbucker Pickup am Hals und einem etwas „heißeren“ 498T Humbucker an der Brücke bestückt.

Eine sehr wichtig Gemeinsamkeit haben die Modelle der Marke Gibson im Gegensatz zum ewigen Konkurrenten Fender. Bei Gibson E-Gitarren werden die Hälse standardmäßig mit dem Korpus verleimt. Fender befestigt die Hälse seiner Gitarren im Normalfall mit vier Schrauben. Die Gitarristen streiten sich seit jeher beim E-Gitarre kaufen, welches das bessere Konzept ist.

Der Sound der Gibson SG

Der populäre Sound der SG Gitarre ist stark und vor allem rockig und daher ist die SG schon immer sehr beliebt. Es gibt Modelle mit schmalerem Halsprofil, diese eignen sich für schnelles Spiel bei verzerrten, rockigen Klängen. Denn im angezerrten Bereich und Crunch glänzt die SG am meisten.

Original und Kopien der SG

Seit jeher versuchen viele Gitarren-Firmen, die Gibson SG zu geringerem Preis nachzubauen. Wirklich erlaubt ist dies jedoch nur der Gibson-Tochter Epiphone, die ihre SGs in Lizenz bauen darf. E-Gitarren der Marke Epiphone sind für Freunde der Gibson Bauform absolut zu empfehlen. Denn sie sind weit günstiger, qualitativ aber auf einem guten Niveau und bieten ein prima Preis-/Leistungsverhältnis.

 

 

 

 

 

Bildquelle: Wikipedia / Sellenmann

 

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